Auf dem Stundenzettel stehen 7:45, die Lohnabrechnung will 7,75 sehen. Wer öfter zwischen Uhrzeit und Dezimalstunden hin und her muss, kennt das kurze Stocken beim Umrechnen. Damit du dafür nicht jedes Mal den Taschenrechner bemühen musst, gibt es unseren kostenlosen Industrieminuten-Rechner.
Was Industrieminuten überhaupt sind
Unsere Uhr teilt die Stunde in 60 Minuten. Für die Kirchturmuhr ist das prima, für alles mit Taschenrechner eher nicht. Excel, Lohnbuchhaltung und Rechnungsprogramme denken in Zehnern.
Die Industriezeit teilt die Stunde deshalb in 100 Teile. Eine Industrieminute dauert 36 Sekunden, die Viertelstunde heißt 0,25 und die halbe Stunde 0,50. Der Name stammt aus der Fertigung, wo Arbeitsgänge seit jeher in Hundertstelstunden vorgegeben werden. Heute begegnet dir das Format überall, wo jemand Zeit mit Geld multipliziert.

So rechnest du selbst um
Von Normalzeit in Industriezeit teilst du die Minuten durch 60 und zählst das Ergebnis zu den Stunden. Aus 2:30 wird so 2 + 30 ÷ 60 = 2,50, und aus 7:45 wird 7,75 (nicht 7,45, auch wenn's verlockend aussieht).
Andersherum nimmst du die Nachkommastellen mal 60. Bei 4,15 Stunden sind das 0,15 × 60 = 9 Minuten, also 4:09.
Für den Alltag hilft eine Faustregel: 6 Minuten sind 0,1 Stunden. Damit hast du die meisten Werte schnell im Kopf, den Rest gibt's auf dem Spickzettel.

Oder du lässt einfach rechnen
Keine Lust auf Kopfrechnen? Verständlich. Im Industrieminuten-Rechner sitzt ganz oben der Schnellrechner. Du tippst links die Normalzeit oder rechts die Industriezeit ein, und die andere Seite füllt sich von selbst. Darunter stehen noch die Industrieminuten und die Minuten gesamt.

Weiter unten gibt es beide Richtungen noch einmal einzeln, mit großem Ergebnisfeld. Das ist praktisch, wenn du eine lange Liste abarbeitest und immer nur in eine Richtung umrechnest.

Außerdem findest du auf der Seite eine Tabelle mit den gängigsten Werten und Antworten auf typische Fragen, zum Beispiel wie das Ganze in Excel klappt. Steht in A1 eine Uhrzeit, macht =A1*24 daraus Dezimalstunden, und mit =A1/24 geht's zurück.
Der Rechner kostet nichts, läuft im Browser und will weder eine Anmeldung noch deine E-Mail-Adresse.
Wo dir Industriezeit begegnet
- auf der Gehaltsabrechnung, vor allem bei Überstunden und Zuschlägen
- in Stundenzetteln und Projektabrechnungen von Agenturen und Freelancern
- bei Stempeluhren und Zeiterfassungssystemen, die intern dezimal speichern
- in der Buchhaltungssoftware (die mit 7:45 schlicht nichts anfangen kann)
Wenn ihr eure Arbeitszeiten sowieso in SpikeTime erfasst, könnt ihr euch die Umrechnung sparen, denn die Software rechnet erfasste Zeiten direkt mit den hinterlegten Stundensätzen ab. Für alles andere, vom Stundenzettel bis zur Excel-Liste, lohnt sich ein Lesezeichen auf den Industrieminuten-Rechner.
